Magdeburg überrrascht ...mit Weltgeschichte
Von Kaisern und großen Köpfen
Für Kaiser Otto den Großen war Magdeburg Herzensangelegenheit. Er schenkte der Stadt eine prächtige Kathedrale, den Vorgängerbau des heutigen Doms, und setzte die Erhebung der Stadt zum Erzbistum durch.
Eine wichtige Rolle spielte Magdeburg später als geistiges und künstlerisches Zentrum der Reformation. Martin Luthers Predigten in der Johanniskirche und der Walloner Kirche verhalfen der Reformation zum entscheidenden Durchbruch und machten Magdeburg zu „Unseres Herrgotts Kanzlei“. Bürgermeister Otto von Guericke lenkte nach dem Dreißigjährigen Krieg die Geschicke der Stadt. Berühmt wurde sein Magdeburger Halbkugelversuch zum Nachweis des Luftdrucks. Einen Namen machte sich Magdeburg auch als stärkste Festung Preußens. Noch heute sind Teile der alten Festungsanlagen zu sehen.
Wie eine Acht zieht sich die Straße
der Romanik durch Sachsen-Anhalt entlang majestätischer Dome, romantischer
Burgen, altertümlicher Klosteranlagen und
kleiner Dorfkirchen. Magdeburg mit seinem mächtigen Dom St. Mauritius und St. Katharina,
dem Kloster Unser Lieben Frauen, historischen Kirchen und dem Haus der Romanik
ist Zentrum dieser beliebten Kulturroute. Das Kloster - eine architektonische
Perle im mittelalterlichen Magdeburg - fasziniert mit seinen monumentalen Tonnengewölben
und dem einzigartigen Brunnenhaus. Der ottonische Dom wurde bei einem Stadtbrand
zerstört und später als erster gotischer Sakralbau auf deutschem Boden
wiedererrichtet. Noch heute können hier die Grablege Kaiser Ottos des Großen
und weitere Reste des Vorgängerbaus besichtigt werden. Zahlreiche Kunstwerke,
wie die Plastiken der Klugen und der Törichten Jungfrauen oder des Heiligen St.
Mauritius zeugen von der 800-jährigen Geschichte
des Bauwerks.